Ziegenhals: Gedenken anläßlich des 93. Jahrestags der Illegalen ZK-Tagung der KPD im Sporthaus Ziegenhals am 7.2.1933
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- Kategorie: Partei
- Veröffentlicht am Dienstag, 17. Februar 2026 14:53
- Geschrieben von estro
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Am Gedenkstein in Ziegenhals bei Berlin erinnerten wir an diesem Wochenende an die illegale Tagung des Zentralkomitees der KPD vom 7. Februar 1933. Hier analysierte Ernst Thälmann den Faschismus als offene Diktatur des Kapitals und rief zum organisierten Widerstand der Arbeiterklasse auf – wenige Tage vor seiner Verhaftung.
Dieser Ort steht bis heute für den organisierten Widerstand der Arbeiterklasse gegen Faschismus und Krieg.
Zu Zeiten der DDR befand sich hier eine staatlich anerkannte antifaschistische Gedenkstätte, die diesen historischen Ort bewahrte und öffentlich zugänglich machte. Nach dem Ende der DDR wurde diese Gedenkstätte von den neuen Machthabern geschliffen und abgerissen – ein Ausdruck antikommunistischer Geschichtsrevision.
Daß heute nur noch der Gedenkstein an diesen Ort erinnert, zeigt: Erinnerung ist umkämpft.
Unser Gedenken gilt nicht nur der Geschichte von 1933, sondern auch der Verteidigung des antifaschistischen Erbes gegen Verdrängung und Vergessen.
Danke an den Freundeskreis „Ernst Thälmann“ e. V. Ziegenhals-Berlin für die Organisation der heutigen Veranstaltung.
Rede des Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) – Torsten Schöwitz
Liebe Antifaschisten,
Liebe Genossinnen und Genossen,
Liebe Freunde Ernst Thälmanns und seiner Partei, der Kommunistischen Partei Deutschlands,
Am 07. Februar 1933 fand hier, am mittlerweile durch die neuen Herren dieses Landes geschliffenen Denkmal, die Illegale Tagung der KPD im damaligen Sporthaus Ziegenhals statt. Hier versammelten sich unter der Führung ihres Vorsitzenden Ernst Thälmann die Mitglieder des Zentralkomitees mit Bezirkssekretären und Chefredakteuren der wichtigsten Bezirkszeitungen.
Zur Erinnerung, am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler durch den Reichstagspräsidenten Hindenburg zum Reichskanzler ernannt und mit der dann gebildeten Regierung die Faschisten an die Macht gebracht.
Die Verfolgung von Kommunisten, linken Sozialdemokraten und Gewerkschaftern begann. Die Reichstagsmandate der KPD wurden kassiert. Nun war der Weg frei, um eine Zweidrittelmehrheit im Parlament für das Ermächtigungsgesetz der Nazis zu erreichen. Die Errichtung der faschistischen Diktatur nahm seinen Lauf.
Liebe Anwesende,
Welche Feststellungen zur Situation in Deutschland wurden damals auf dieser Tagung vom Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Deutschlands und des Roten Frontkämpferbundes, dem Reichstagsabgeordnete Ernst Thälmann getroffen?
Er wies auf die Zuspitzung des Klassenkampfes in Deutschland hin. Er benannte die Machtübergabe an die Hitlerregierung einen Staatstreich und war sich der unmittelbaren Gefahr der Vernichtung der KPD bewusst. Er warnte davor, dass die faschistische Diktatur vor Mord und Terror, insbesondere bezogen auf die Kommunisten und Linken, nicht zurückschrecken würde, um die Interessen des deutschen Imperialismus zu vertreten. Er stellte heraus, dass der angestrebte Widerstand und alle Aktivitäten zum Sturz der faschistischen Hitlerregierung nicht gleichzusetzen sind mit der proletarischen Revolution. Gleichzeitig stellte er fest, dass die sozialdemokratische These vom Abwirtschaften der Faschisten leider allzu verbreitet war und damit die Organisation des Widerstands gegen den faschistischen Terror erschwert wurde.
Das Hauptaugenmerk wurde auf die Konzentration der Kräfte zur Schaffung einer antifaschistischen Einheitsfront gelegt. Ziel war es, über die Parteigrenzen hinweg die Massen zum Widerstand gegen den Faschismus zu mobilisieren und den Widerstand in Form von Streiks und Massenaktionen zu führen.
Leider konnte diese Initiative nicht ausreichend umgesetzt werden. Die Besten der Arbeiterbewegung wurden verhaftet und später in Konzentrationslagern gequält und umgebracht oder sie mussten ins Exil fliehen.
Wie stand es zu dieser Zeit mit der Sozialdemokratie? Die sozialdemokratische Fraktion nahm an den unmittelbar folgenden Debatten im Reichstag teil. Als Hitler sein faschistisches Programm entwickelte, lehnte die SPD zwar den innenpolitischen Teil ab, dass ging auch nicht anders, es waren ja schon viel zu viele sozialdemokratische Funktionäre und Arbeiter von den Nazis malträtiert worden.
Aber den Ausführungen Hitlers zur zukünftigen Außenpolitik, der Führung eines imperialistischen Raub- und Eroberungskrieges, stimmte Otto Wels, der damalige Vorsitzende der SPD ausdrücklich zu. Und dass dies eine Politik in Richtung Osten und gegen die Sowjetunion war, wusste jeder politisch Interessierte.
Kleine Randbemerkung, interessant, dass gerade die AFD vor dem Bundesverfassungsgericht klagte und verlor, weil sie den Otto Wels Saal als Sitzungssaal für ihre Fraktion im Bundestag haben wollten.
Zurück zur SPD unter Führung ihres rechten Flügels. Die sozialdemokratische Linie war, an der Seite und im Interesse der Bourgeoise, - zur Not auch mit den Faschisten, aber auf keinen Fall mit den Kommunisten. Alle Angebote an die SPD zur antifaschistischen Front wurden bis Mitte der 1930iger abgelehnt. Die SPD blieb dieser Linie treu.
Die KPD und Thälmann hatten gewarnt, „Wer Hitler wählt, wählt den Krieg“. Der geschichtliche Verlauf ist bekannt.
Über 60 Millionen Tote, davon 27 Millionen Sowjetbürger, 6 Millionen Juden, kostete die faschistische Diktatur das Leben. Europa lag in Schutt und Asche.
Über Generationen musste alles wieder aufgebaut werden. In einem Teil Europas mit einer sozialistischen Gesellschaft, im anderen Teil durfte der alte Geist sich erholen und mit neuen Farben ganz „demokratisch“ wiederaufgekocht werden.
Liebe Anwesende,
Blicken wir heute auf das Damals zurück, sind die Parallelen nicht zu übersehen und man fragt sich, wie oft soll so eine Politik noch wiederholt werden? Wieder eine Militarisierung und Faschisierung der Gesellschaft. Und wieder mit dabei, rechte Sozialdemokraten, diesmal aber in verschiedenen Parteien.
Unsere Aufgabe heute als Friedensfreunde, Linke und Kommunisten ist es, den Widerstand gegen die Militarisierung unserer Gesellschaft, gegen das „kriegstüchtig machen“ gemeinsam zu organisieren, zu koordinieren und zu gestalten.
Aus diesem Grund unterstützt die KPD alle Bemühungen der Jugend in Form ihrer Schulstreik-Bewegung gegen die Wehrpflicht. Wir sind an Ihrer Seite, wenn sie ihre natürlichen politischen Forderungen auf die Straße zu bringen. Als Eltern und Großeltern wollen wir nicht, dass unsere Jugend als Kanonenfutter verheizt wird.
Wir fügen auch hinzu, stoppt dieses Militarisierungs- und Aufrüstungsprogramm.
Bildung, Gesundheit, Kunst, Kultur, Sport, Infrastruktur, dass ist das Feld, wo in diesem Land Geld ausgegeben werden sollte.
Wir wollen Frieden und nicht den Kriegs- und Rüstungsgewinnlern weiter die Taschen vollmachen.
Arbeitsplätze? Aber sicher wollen wir Arbeitsplätze, aber doch nicht mit der Vorbereitung von Kriegen!
Und selbstverständlich wollen wir die Beendigung von aktuellen Kriegen.
Unsere Forderung ist Friede mit Russland. Mitwirkung an akzeptablen Sicherheitsgarantien und dem grundsätzlichen Stopp der NATO Osterweiterung. Die 2+ 4 Verträge sowie die Nebenabsprachen sind einzuhalten.
Selbstverständlich gehen unsere Überlegungen und Forderungen zum Frieden über Europa hinaus. Gemeinsam mit allen friedliebenden Menschen fordern wir Kommunisten eine Rückkehr zu den Prinzipien des in der UN Charta besiegelten Völkerrechts.
Liebe Anwesende,
Das ein US Präsident kein Friedensengel sein kann, sondern ein Vertreter der Herren des großen Geldes, dürfte nach dem Januar 2026 nun wirklich auch dem Letzten klar geworden sein.
Wir fordern die sofortige Beendigung der Einschüchterung, der offenen und verdeckten Kriege des US Imperialismus in Lateinamerika. Wir fordern Freiheit für Präsident Maduro und seine Frau. Hände weg von Venezuela! Die Rohstoffe gehören jedem Land selbst.
Wir fordern die sofortige Beendigung der wirtschaftlichen Blockade Kubas.
Wir verurteilen die kriegerische Politik der israelischen Regierung gegen die Palästinenser und alle Anrainerstaaten Israels. 70.000 getötete Palästinenser im Gaza Streifen sind Völkermord. Ein dem Erdboden gleichgemachter Gazastreifen ist kein Investitions-Spielplatz. Hände weg vom Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser!
Wir fordern den sofortigen Stopp aller US-Kriegsvorbereitungen gegen die Republik Iran.
Wir fordern die Regierung der Bundesrepublik auf, hier keinen Krieg indirekt oder direkt zu unterstützen. Dafür muss die Nutzung von logistischen Drehkreuzen, Datenübertragungen, nachrichtendienstlich Informationen und so weiter und sofort untersagt werden.
Wir fordern die Unteilbarkeit Chinas zu akzeptieren.
Wir fordern die Beendigung aller wirtschaftlichen Erdrosselungsversuche gegen die Demokratische Volksrepublik Korea.
Auch hier sagen wir mit Blick auf Südkorea: Ami go home!
Liebe Anwesende,
Zusammenfassen will ich folgende allgemeingültige Forderung, die nach dem zweiten Weltkrieg uns Deutschen ins Stammbuch geschrieben wurde, bekräftigen.
Unser Kompass ist: Von deutschem Boden darf nie wieder ein Krieg ausgehen.
Diese Forderungen werden wie Rauch verziehen, wenn wir es nicht schaffen, irgendwann die Ursachen für Kriege zu bekämpfen und nicht immer nur die Symptome zu benennen und an ihnen herumzudoktern.
Gerade die Lehren aus der Illegalen Ziegenhalser Tagung, die gleich sind mit den Lehren aus 40 Jahre Deutsche Demokratische Republik, in der ja dieser historische Ort zur Gedenkstelle wurde und der Inhalt der Tagung zur Staatsräson, das sind die Lehren, die wir hochhalten müssen.
Wir werden an der Seite aller Demokraten und Friedensfreunde nur erfolgreich sein, wenn wir die Spaltung der Kommunisten, hier und in der ganzen Welt überwinden.
Eine einheitliche Kommunistische Partei auf der Grundlage der wissenschaftlichen Weltanschauung ist Grundvoraussetzung für die Einheit der linken Kräfte und die Befreiung der Arbeiterklasse von Ausbeutung und Not und damit die Beendigung aller kriegerischen Auseinandersetzungen.
Der Strategie der Unterwanderung der kommunistischen Bewegung und der Linken mit Pseudo „Freiheits-Thesen“ im Interesse des Kapitals müssen wir den Kampf um die Einheit der Kommunisten entgegensetzen.
Als Vorsitzender der heutigen KPD erkläre ich offen, dass die KPD nur einer kleiner Teil der zu formierenden Kommunistischen Partei ist. Ich rufe hier an diesem historischen Ort, im Geiste dieses Ortes, im Geiste Ernst Thälmanns dazu auf, ernstgemeinte Klärungsgespräche zur Erlangung der Einheit aufzunehmen.
Meine/Unsere Forderung richtet sich an die Deutsche Kommunistische Partei, an die Kommunistische Plattform in der Linkspartei, an die Kommunistische Organisation und die KO KP, an den Kommunistischen Aufbau, an die Genossen des Rotfuchses, an den Arbeiterbund, an Arbeit Zukunft, an die MLPD, an die Genossen der KAZ und an die vielen anderweitig organisierten und nicht organisierten Kommunisten.
Die Gemeinsamkeiten sollten in den Vordergrund gestellt werden und das Trennende als im gemeinsamen Kampf zu Klärende behandelt werden.
Als Kommunisten wissen wir, die Welt ist erkennbar. Also wissen wir auch, dass bisher trennende Fragen klärbar sind.
Auf dieser Grundlage waren wir schon mal nach dem 2. Weltkrieg erfolgreich, als es galt, ein antifaschistisches demokratisches Deutschland aufzubauen. Zumindest in einem Teil.
Liebe Anwesende,
Großen Dank möchte ich den Genossen des Freundeskreis „Ernst Thälmann“ e.V., Ziegenhals-Berlin aussprechen, die in unermüdlicher Arbeit das politische Erbe Ernst Thälmanns hochhalten und pflegen und die heute Veranstaltung organisieren. Und das Jahr für Jahr. Besonderen Dank an Max Renkl.
Liebe Antifaschisten,
Liebe Genossinnen und Genossen,
Persönlich konnte Ernst Thälmann die Nachkriegsordnung nicht mehr mitgestalten.
Am 18. August 1944 wurde er auf direkten Befehl von Hitler im Konzentrationslager Buchenwald von Faschisten feige ermordet. In der 11 jährigen Haft, trotz Folter und diversen Angeboten der Faschisten seine Situation zu verbessern, wenn er denn seiner Überzeugung abschwören würde, trotz der immer neuen Informationen über die Situation in Deutschland und dem Verlauf des Krieges, blieb er bis zum Schluss standhaft und den Grundsätzen seiner Partei treu. Selbst in der Haft, in den schlimmsten Stunden, nach dem Überfall auf die Völker der Sowjetunion, widersprach er der faschistischen Euphorie,
„Stalin bricht Hitler das Genick“.
Dieses grundsätzliche Verhalten, welches er konzentriert in dem Brief an einen Kerkergenossen zu Ausdruck brachte, ist der Kommunistischen Partei Deutschlands gerade in der heutigen Zeit Vorbild. Sein Wirken, auch in der Kommunistischen Internationale entsprach dem Grundinteresse der Arbeiterklasse weltweit.
Die Lehre aus dem Kampf des Vorsitzenden der KPD Ernst Thälmann, sowie der deutschen und der internationalen Arbeiterbewegung für die gerechteste Sache der Welt sollte auch weiterhin für die Kommunisten Grundsatz sein. Die Einheit der Arbeiterklasse ist das Entscheidende. Nur so kann diese Welt vor der Barbarei gerettet werden. Dazu bedarf es aber, wie schon gesagt, zuallererst der Einheit ihrer revolutionären Vorhut. Das heißt, die Einheit der Kommunisten in einer Partei auf der Grundlage der von Marx, Engels und Lenin begründeten wissenschaftlichen Weltanschauung.
Wir als KPD haben diese Grundsätze in unseren 10 programmatischen Thesen kurz zusammengefasst. Diese Grundsätze bringen wir als KPD in die Diskussion zur Einheit mit ein.
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Die kommunistische Partei ist die Partei der Arbeiterklasse. Die Arbeiterklasse ist die einzige revolutionäre Klasse. Ihre historische Mission besteht in der Überwindung des Kapitalismus und der Errichtung einer sozialistischen Gesellschaft.
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Die Überwindung des Kapitalismus ist nur durch die sozialistische Revolution möglich, das bedeutet die Errichtung der Herrschaft der organisierten Arbeiterklasse. Sie nutzt diese Herrschaft, um das Privateigentum an Produktionsmitteln aufzuheben und diese in gesellschaftliches Eigentum zu überführen. Mit dem Aufbau des Sozialismus, der Aufhebung der Klassen und der planmäßigen Weiterentwicklung der sozialistischen Ökonomie und Gesellschaft werden die Voraussetzungen für den Übergang zur klassenlosen Gesellschaft, zum Kommunismus, geschaffen.
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Die kommunistische Partei ist eine revolutionäre Partei des Klassenkampfes. Sie beherrscht alle Formen des Kampfes, den sie gezielt in politischer, ökonomischer und ideologischer Hinsicht führt. Sie lehnt die Gedanken des Reformismus und der schrittweisen Transformation des Kapitalismus in den Sozialismus ab. Trotzdem kämpft sie für positive Reformen im Interesse der Arbeiterklasse.
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Die kommunistische Partei ist eine konsequent antiimperialistische Partei. Sie steht gegen das imperialistische Weltsystem, welches die Erde in imperialistische Hauptmächte und abhängige Länder teilt. Abhängige Länder, also die vom Imperialismus unterdrückt und ausgebeutet werden. Die kommunistische Partei verteidigt das Selbstbestimmungsrecht der Völker gegen imperialistische und neokoloniale Versklavung, setzt sich für nationale Souveränität und Unabhängigkeit ein und unterstützt antiimperialistische Befreiungsbewegungen. Sie bekämpft die verschiedenen nationalen Imperialismen, seien es der USA-Imperialismus oder die im imperialistischen Bündnis der Europäischen Union zusammengefaßten Mächte.
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Die kommunistische Partei ist eine internationalistische Partei. Sie ist Teil einer weltweiten revolutionären Bewegung und leistet in ihrem eigenen Land ihren Beitrag zur Überwindung des Kapitalismus im Weltmaßstab. Sie pflegt den brüderlichen Kontakt und Austausch mit den kommunistischen und Arbeiterparteien anderer Länder. Sie erklärt ihre Solidarität mit den bestehenden sozialistischen Staaten.
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Die kommunistische Partei ist eine antifaschistische Partei. Sie bekämpft vehement den Faschismus, ob er nun in Form faschistischer Gruppierungen oder über die Faschisierung des Staates droht. Sie unterstreicht den Charakter des Faschismus als besondere Herrschaftsform der monopolistischen Bourgeoisie, als offene und terroristische Diktatur der reaktionärsten, chauvinistischsten und aggressivsten Teile des Monopol- und Finanzkapitals.
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Die kommunistische Partei hat als Organisationsform den demokratischen Zentralismus. Sie ist daher nach den Prinzipien der Demokratie, der zentralen Leitung, der Kontrolle, der Einheitlichkeit und Verbindlichkeit, der Disziplin, der Kollektivität und Verantwortung sowie der Kritik und Selbstkritik organisiert.
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Die kommunistische Partei ist eine marxistisch-leninistische Partei. Das gesamte Wirken der kommunistischen Partei basiert auf den theoretischen Erkenntnissen von Karl Marx, Friedrich Engels und W. I. Lenin, sowie anderer Theoretiker mit ihren Werken der Weltanschauung des Marxismus-Leninismus, sowie den Erfahrungen des geschichtlichen Kampfes der revolutionären Arbeiterklasse um die Eroberung der Macht und den Aufbau des Sozialismus. Hierauf gründen sich Analyse, Programmatik und Strategie der kommunistischen Partei.
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Die kommunistische Partei hat eine revolutionäre Vergangenheit. Sie steht in den besten Traditionen der revolutionären und marxistischen Arbeiterbewegung, des Bundes der Kommunisten, der Internationalen Arbeiterassoziation, der frühen II. Internationale und der Kommunistischen Internationale. Sie bekennt sich zur revolutionären und positiven Rolle und zur historischen Bedeutung des Sozialismus des 20. Jahrhunderts in der UdSSR und dem sozialistischen Teil Europas, also dem sozialistischen Weltsystem in seiner Gesamtheit. Dabei stellen wir als deutsche Kommunisten fest, daß die Deutsche Demokratische Republik das Beste war, was die revolutionäre Arbeiterklasse in Deutschland in ihrer Geschichte hervorgebracht hat. Die kommunistische Partei sieht im Opportunismus und Revisionismus und in seiner Hauptkampfform, dem Antistalinismus, die Hauptursache für die Niederlage des Sozialismus im Weltmaßstab. Sie verzichtet aber nicht auf eine kritische Auseinandersetzung mit Fehlentwicklungen. Sie gewinnt Erkenntnisse für die Gegenwart, indem sie das Gute bewahrt und aus Fehlern lernt. Die Aufgabe der kommunistischen Partei ist, den Marxismus-Leninismus anzuwenden, schöpferisch weiterzuentwickeln und gegen den Revisionismus und „linken Radikalismus” zu verteidigen.
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Die kommunistische Partei ist die Partei der Zukunft. Ihre Existenz ist von zentraler Bedeutung für die revolutionäre Arbeiterbewegung. Ohne sie wird es nicht möglich sein, den zerstörerischen Kapitalismus effizient zu bekämpfen und zu besiegen. Sie ist eine Notwendigkeit, wenn die Menschheit eine Zukunft haben soll. Die kommunistische Partei gibt die orientierende Antwort auf die Fragestellung: Sozialismus oder Barbarei.
Zusammenfassend sagen wir, Ernst Thälmann war unter uns, als das erste Mal in der Geschichte der deutschen revolutionären Arbeiterbewegung die sozialistische Alternative auf deutschen Boden Wirklichkeit wurde. Dies war nur auf der Grundlage einer geeinten Arbeiterklasse mit ihrer Partei, der SED möglich. Diese historische Einheit im Interesse der Arbeiterklasse jährt sich dieses Jahr zum 80.mal. Dies sollten wir gebürtig würdigen. Ohne diese Einheit keine 40 Jahre erster Anlauf zum Sozialismus und der Beweis, dass er machbar ist.
Wir wissen, Ernst Thälmann wird unter uns sein, wenn wir in diesem Geiste es schaffen, dass die Kommunisten in einer geeinten kommunistischen Partei zusammengeführt werden. Wie ich schon sagte, als KPD heute sind wir nur ein Teil der zu formierenden Kommunistischen Partei. Unser Angebot steht. Wir reichen allen die Hand, die an der Zusammenführung der Kommunisten, ob organisiert oder unorganisiert, mitwirken wollen.
Einen Finger kann man brechen, eine Faust nicht!
Proletarier aller Länder, vereinigt Euch.
Das ist die Losung für die Ernst Thälmann und die Illegale Tagung der KPD im Sporthaus Ziegenhals stand.
Gegen Faschismus und Krieg
Für Frieden und Sozialismus
Rot Front















