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18.08.20 - Thälmann-Ehrung in Frankfurt (Oder) - Nun erst recht!

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Ernst Thälmann1

 

Thälmann: Nun erst recht!

  Noch mehr Linke am geschändeten Denkmal

  Neue Provokation von Nazis nach der Kundgebung  

 

Am 76. Jahrestag der Ermordung Ernst Thälmanns im Konzentrationslager Buchenwald versammelten sich an seinem vor Monaten von Nazis geschändeten Denkmal am Kleistpark bedeutend mehr Frankfurter als üblich. Eine Antwort an Provokateure aus dem Nazi-Lager, die den bronzenen Kopf Thälmanns vom Sockel sägten und verschwinden ließen. Zugleich zerstörten sie das Schild, das den heute 90-jährigen Bildhauer Walter Kreisel als Schöpfer auswies. Er wurde erst kürzlich in das Goldene Buch der Stadt Frankfurt (Oder) eingetragen.

Die Antwort der Frankfurter begann mit dem gemeinsamen Gesang des Thälmann-Liedes „Deutschlands unsterblicher Sohn“, Kuba (Text) und Eberhard Schmidt (Musik).Sodann würdigte unsere Landesvorsitzende Conny Noack Ernst Thälmann, sie ließ seine Taten und Worte für ihn sprechen. Zur Sprache kam auch Thälmanns Warnung an Kommunisten und Sozialisten, sich keinesfalls in großbürgerliche Regierungen zu verankern, wenn man nicht Glaubwürdigkeit und Wähler verlieren will. Auch die jüngste Geschichte hat Teddy wieder einmal recht gegeben, konstatierte Conny Noack.

Zwei Genossen der Berliner KPD-Organisation konnten wir ebenfalls begrüßen. Sie sprachen kurz zu den sehr disziplinierten Teilnehmern, wie auch eine Vertreterin der DKP und der Kreisvorsitzende der Partei Die Linke, Stefan Kunath. Von Stefan Kunath erfuhren wir, dass der Frankfurter Oberbürgermeister René Wilke die Wiedererrichtung des Thälmann-Denkmals für das nächste Jahr zugesagt hat. Der Kreisvorsitzende der Frankfurter Linken begrüßte die Initiative des linken Runden Tisches der Frankfurter Organisationen und Parteien, mit einer Spendensammlung zu beginnen.

All diese Aktivitäten und die Absicherung der Kundgebung durch die Bundespolizei müssen einigen Nazis in Frankfurt (Oder) derart in die verwirrten Köpfe gestiegen sein, dass sie in der Nacht nach der Kundgebung die Ehrenschleifen von den Blumengebinden der linken Parteien und Organisationen abschnitten.

Zu den Ereignissen am Frankfurter Thälmann-Denkmal laufen nun zwei Anzeigen gegen Unbekannt bei der Polizei.

Werner Schleese

 

 

 

Redebeitrag der RO Oder-Spree und LO Brandenburg der Kommunistischen Partei Deutschlands
 
 
 
 
Thälmann-Plakat
         Die Toten mahnen uns !

                            Genossen, Kameraden, Freunde!

 
Der Kranz, den wir an den Gräbern der Toten der Revolution niederlegen, ist mehr als teures Gedenken, er hat symbolische Bedeutung. Es ist der erste Schritt der Geschichte, der harte Weg zum Sozialismus, der aus diesen Gräbern spricht. Und dieser Weg geht weiter, unaufhaltsam, bis zumSieg"
am 05.06.1927 waren diese Worte Ernst Thälmanns in der Roten Fahne zu lesen. Ihn zu Ehren stehen wir am heutigen, des 76. Jahrestags seiner Ermordung im KZ Buchenwald hier, an seinem, nicht zum ersten Mal geschändeten Denkmal. 30 Jahre versucht man die Opfer des Faschismus, die Revolutionäre für ein bessere Welt uns aus den Köpfen zureißen. So lange Leben in uns ist, verneigen wir uns hier und an allen Gedenkstätten vor den Töchtern und Söhnen der deutschen Arbeiterbewegung. Beugen uns nicht vor der Fratze des Kapitals, mögen sie ihre Dreckkübel über uns ausschütten, wir sind Kinder der Revolution, haben nichts zu verlieren, aber diese eine Welt zugewinnen.
 
Die Bourgeoisie bedient sich zweier Methoden zur Unterdrückung und Unterwerfung der 
Arbeiterklasse: des Reformismus und des Faschismus."
sagte Ernst Thälmann am 26.06.1928 auf dem VI. Weltkongreß welche erschreckende Aktualität noch 2020. Weltweit druckt sie Todeslisten, mordet Kommunisten, Humanisten - Menschen. Und doch - Mensch geht auf die Straßen, nimmt Waffen in die Hand und sich selbst, es ist ein Aufstehen im Gange - entweder in Richtung Bürgerkriege, Systemlegen oder Schockstarre. Hierzulande tröten sogenannte „Linke“, daß Thälmann sei kein Demokrat gewesen. Von Marx und Lenin lernte er, daß die parlamentarische „Demokratie“ eine Institution der Reichen, Werkzeug im Klassenkrieg zur Unterdrückung der Lohnsklaven ist. Und doch trat er zur Reichstagswahl an, um den inneren- mit dem außerparlamentarischen Massenkampf zu verbinden. Auf den Visitenkarten heutiger Politiker steht das Wort „Demokratie“, als Eintrittskarte in die Etablissements der Bourgeoisie, in denen ausschließlich der politische Prostitution und geheimdienstlichen Zwangsprostitution nachgegangen wird und die sich der Demokratie des Proletariats nie beugen würde.
 
Eine neue Periode des revolutionären Aufschwungs reift heran. In dieser Situation brauchen wir mehr denn je den Internationalismus, die revolutionäre Solidarität der werktätigen Massen der ganzen Welt im Bündnis mit den unterdrückten Kolonialvölkern.“ aus Protokoll des VI. Weltkongreß.
Teddy, was unterscheidet deine von unserer Zeit? Vom Überlebenskampf her nichts, vom gesellschaftlichen und persönlichem Bewusstsein - Welten. Die Gelbwesten in Frankreich finden hier fast keine Mitmacher, doch Waffen- und Kriegsgegner, Umweltschützer und Friedenskämpfer gibt‘s im Teutoburger Land - eine Avantgarde und revolutionäre Solidarität sucht man fast vergeblich „Rassenhaß“ scheint zum guten Benehmen zu gehören. Es tritt der deutsche Arme auf den Flüchtling und dreht dem Verursacher nicht den Hals um? Nazis soweit das Auge schaut, in Behörden aller Arten, Euthanasie in den Altenheimen, tote Krankenhausstationen, Virustest für Pfleger und Angehörige tabu, Arbeitslosigkeit - die Schlafplätze unter den Brücken werden knapp, „Kleinkapitalisten“ fallen ins Prekariat, ewige Gewinner werden fetter und satter… die Testphase der Erträglichkeit ist weltweit im vollen Gange.
 
„In dieser neuen Periode einer sich stetig verschärfenden Zuspitzung der Klassengegensätze, einer sich täglich steigernden Gefahr des imperialistischen Krieges leisten wir deutschen Kommunisten erneut Treueschwur auf das Vermächtnis der proletarischen Helden, den Treueschwur auf das Werk Lenins, den Treueschwur auf das Andenken Karl Liebknechts und Rosa Luxemburgs: Trotz alledem!“
So Ernst Thälmann am 09.11.1928 in „Der Rote Fahne“. Wir schwören, ja! Und wer greift endlich zu den Waffen - wir stecken mitten drin im Klassenkampf! Lohnsklave - wie lange meinst du, daß dein „Lebensunterhalt“ der Nabel der Welt ist? Was ist mit dem Recht auf Leben deines Sklaven von nebenan? Haben wir nicht alle den gleichen Feind? Oder bedarf es erst toter Angehörige vor deiner Haustür? Noch mal, Mütter, Schwestern Liebste laßt es nicht zu, daß eure Jungs zu Mördern werden. Polizist - den du da gerade zusammen prügeln sollst, der ist nicht dein Feind, sondern der, der dir den Befehl dazu gibt.
 
Gerade die vor uns liegende Zukunft, die unmittelbar akute Gefahr des imperialistischen Krieges, zeigen uns, wie sehr es darauf ankommt, unseren Kampf gegen den imperialistischen Krieg immer gründlicher, immer durchdringender, immer aufrüttelnder zugestalten.“ Ernst Thälmann am 18.11.28 in „Der RoteFahne“
Lassen wir es nicht zu, daß der „oberste Volksgerichtshof“ über Legalität vom VVN/BdA, der Roten Hilfe, KPD, junge Welt und RotFuchs richten darf. Wir kennen die Faschisten im Nadelstreifen und roter Robe. Schon die Altnazis führten das Wort „Sozialistisch“ dem Rattenfänger von Hameln gleich, in ihrem Tot bringendem Namen. Verfassungsschutzbericht - welch ein Hohn, dieser Republik verweigert man eine volksabgestimmte Verfassung seit über 30 Jahren.
 
„Aber Imperialismus bedeutet nicht nur die fremden Kolonialsklaven aus...Marx und Lenin haben uns gelehrt, daß es in jeder kapitalistischen Nation… die Nation der Kapitalisten, der Ausbeuterklasse, und die Nation der Arbeiter, der Ausgebeuteten gibt. Sie haben uns weiter gesagt, daß der Völkerkrieg zwischen kapitalistischen Staaten, ...nicht aufhören kann und nicht aufhören wird, solange es eine Kampfgesellschaft und einen Klassenkampf gibt, den unversöhnlichen Kampf auf Leben und Tod zwischen Proletariat und Bourgeoisie.“
Hier einen Gruß an „Die Linken“, oder besser Mahnung nicht in Vergessenheit zu versinken, fällig. Wer als „Geschäftssozialisten“ , der sein Geld mit Politik machen will zu verdingen meint, wird zum „systemrelevanten“ Steigbügelhalter des Kapitals. Verbrennt Marx. Engels, Lenins und erst recht Stalins Werke, euer Kains Mal wird das des Konterrevolutionärs sein.
 
„Wir sehen auch eine steigende faschistische Bewegung in Deutschland, eine stärkere Entwicklung des Werkfaschismus*, der faschistischen „Wehr“ Organisationen, das aktive Auftreten der Nationalsozialisten in allen Teilen Deutschlands, ihr Gewinne bei den letzten Wahlen. Verschieden sind die Methoden, wie der Faschismus in allen Länder zur Herrschaft zu gelangen sucht, aber überall tritt er nicht nur als stärkstes Mittel der Unterdrückung der Unterdrückung der Arbeiter, sondern als Wegbereiter für den Krieg gegen die Sowjetunion aktuell Russland/China /Kuba/Nordkorea und ehemals jungen Nationalstaaten auf.“

So äußerte sich unser Genosse Thälmann auf dem XII. Parteitag der KPD10.06.1929. Da hocken wir nun, vermummt, ohne Bruderkuß, Abstand haltend, den Staatsauflagen, wie die Lemminge gehorchen, an unserem Herzenensgedenk Ort und die Staatsmacht wacht über uns. Alt sind wir geworden und doch, jung geblieben im Kampf für eine von Sklaverei befreiten Welt - für Frieden und Sozialismus - immer bereit - wann, wenn nicht jetzt! Friedrich, der Engels und Lenin auch, meinten, Revolution machen ist eine Kunst - laßt uns Künstler werden, Genossen. Unsere begonnenen Bilder einer Menschenwelt brauchen noch den letzten Schliff.

Hand mit Nelke

(* “E.T. meint die verstärkten Bemühungen der Hitlerfaschisten, in Betreiben Fuß zu fassen. Um dieses Ziel zu erreichen, inszenierten sie sie sogenannte HiB-Aktion (Hinein in die Betriebe) und gründeten eigene Betriebsgruppen (NSBO). Diese Betriebsgruppen dienten der Stärkung der Hitlerpartei und den Interessen der Kapitalisten. Mit ihrer Hilfe sollten die revolutionäre Arbeiterbewegung und ihre Organisationen geschwächt und zerschlagen werden. Auch andere, den Faschisten nahestehenden Organisationen ( Stahlhelm, Technische Nothilfe u.a.) wurden von den Unternehmen in den Betrieben großgezüchtet.“ aus Anmerkungen unter 6 S. 556 (nur Erklärung, nicht Bestandteil der Rede)

 
RO Oder-Spree und LO Brandenburg der
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